Übersicht

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Spannsysteme

Spannsysteme

Bereits seit 1950 fertigten wir in Lizenz Spannvorrichtungen nach dem System „Spieth“ – der Startschuss für die Spanntechnik bei „EMUGE-FRANKEN“. Ein Steckenpferd, mit dem uns auch heute noch viele in Verbindung bringen, ist das Sägezahngewinde. Diese sogenannte „SG-Gewinde“ wurde in unserem Haus erfunden und war patentiert.

Sägezahngewinde und „Spieth“-Hülsen allein werden der heutigen Komplexität in der Werkstückspannung nicht mehr gerecht. Deswegen haben wir sie weiterentwickelt. Darüber hinaus wenden wir weitere mechanische, pneumatische und hydraulische Systeme an.
Eigenschaften SP SG SM SHST SK SZSB
Systemaufbau mechanisch mechanisch mechanisch hydraulischmechanisch mechanisch mechanischmechanisch
Spannelement Spannhülse Spannbüchse Spannmembran SpanndeckeTandemkegel Keilbacke SpannzangeSchrägolzen
Erreichbare Rundläufe 2 μm 4 μm 2 μm 2 μm4 μm 12 μm 4 μm12 μm
Standardexpansion bei Spann-Ø 100 0,1 mm 0,6 mm 0,6 mm 0,035 mm0,6 mm 5 mm 0,6 mm5 mm
Besonderheiten Einfache
Bauweise,
Verschmutzungs-unempfindlich

Sehr schlanke Bauweise möglich,
gleichmäßige Spannkraftverteilung,
hohe Spannkräfte

Verschmutzungsunempfindlich,
Eigenspannkraft,
Einfache Bauweise,
Verschmutzungsunempfindlich
Ausgleich von leicht konischen
Bohrungen,
zwei Spannbereiche
Große Hubwege möglich kurze Spannlängen
realisierbar
Große Hubwege möglich,
Axialkomponente

Spannhülsen-Spannsystem SP

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Spannhülsen-Spannsystem SP

Durch eine axiale Kraftbeaufschlagung bewegen sich die Spannhülsen in Kraftrichtung und dehnen sich dabei radial aus. Hierdurch wird einerseits das Spiel zwischen Spannhülse und Grundkörper, andererseits zwischen Spannhülse und Werkstück beseitigt. Das Werkstück wird gespannt.

In Abhängigkeit von der Toleranz des Werkstücks und der Ausführung des Spannzeugs und der Spannhülsen können mit dem System SP Rundlaufabweichungen ­ 0,002 mm erreicht werden. Durch diese hohe Genauigkeit wird das System SP nicht nur bei der Werkstück-, sondern auch bei der Werkzeugspannung eingesetzt.

Im Bild links sehen Sie eine Schnittdarstellung des Spannsystems im ungespannten und gespannten Zustand.
 

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Spannzangen-Spannsystem SZ

Spannzangen-Spannsystem SZ 770x432px

Spannzangen-Spannsystem SZ

Wenn das zu spannende Werkstück nur eine kurze Spannbasis oder der zu spannende Durchmesser eine sehr große Toleranz hat, so kommt das System SZ zum Einsatz.

Hierbei wird eine geschlitzte Spannzange durch das Einleiten einer Axialkraft über einen Kegel radial aufgeweitet. Gleichzeitig findet auch eine axiale Bewegung statt. Das Werkstück wird gespannt.

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Sägengewinde-Spannsystem SG

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Sägengewinde-Spannsystem SG

Bauartbedingt erlaubt das Spannhülsen-Spannsystem SP nur Aufweitungen bis etwa zur Toleranzklasse IT11. Sollen größere Toleranzen überbrückt werden, kommt das System SG zum Einsatz.

Dabei wird eine geschlitzte Spannbüchse mit einem speziellen Sägengewinde auf den Grundkörper geschraubt. Bei einer axialen Kraftbeaufschlagung bewegt sich die Spannbüchse in Kraftrichtung und dehnt sich gleichzeitig auf Grund des Flankenwinkels in radialer Richtung. Das Werkstück wird gespannt.

Die auf das Werkstück wirkende axiale Komponente erhöht das übertragbare Drehmoment und die Steifigkeit der Spannung. Somit werden auch Werkstücke, die mit einem großen Spanquerschnitt bearbeitet werden, sicher gespannt.

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Prospekte

Tandemkegel-Spannsystem ST

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Tandemkegel-Spannsystem ST

Auf Basis der zwei bewährten Spannsysteme SP und SZ entwickelte EMUGE das Tandemkegel-Spannsystem ST, welches speziell das Spannen von ungenauen Werkstückbohrungen ermöglicht.

Mit dem Spannsystem können Werkstücke sehr sicher und stabil zur Rotationsachse ausgerichtet werden. Durch zeitversetztes Spannen von zwei Spannebenen ist ein sicheres Ausrichten des Werkstücks nach der Bohrung gewährleistet und minimal konische Bohrungen mit einigen hundertstel Millimeter Abweichung werden so ausgeglichen.

Entwickelt wurde dieses System für die Hartfeinbearbeitung, beispielsweise für das Verzahnungshonen oder Verzahnungsschleifen. Die spezielle Bauweise des Tandemkegel-Spannsystems ermöglicht eine Rundlaufgenauigkeit von ≤ 5µm und den Einsatz von Pendelauflagen als Endanschlag.

Sogar Innenverzahnungen können ohne zusätzliche Spannelemente gespannt werden. Ein besonderer Vorteil gegenüber Hydrodehnspanndornen ist das um Faktor 3 größere Einführungsspiel und die Temperaturunempfindlichkeit. So ermöglicht es den Einsatz einer automatischen Beladung und toleriert größere Abweichungen beim Bohrungsdurchmesser.

 

Membran-Spannsystem SM

Membran-Spannsystem SM 770x432px

Membran-Spannsystem SM

Bei der Fertigung von z. B. hochgenauen Zahnrädern ist es sehr wichtig, die Rundlaufabweichung zwischen dem Teilkreis und der Aufnahmebohrung möglichst gering zu halten. Hierzu dient das Membranspannsystem SM. Es ermöglicht, das Zahnrad im Teilkreis zu spannen und die Aufnahmebohrung zu bearbeiten.

Das Spannelement ist eine Ringscheibe mit vorzugsweise drei Spannbacken. Bei einem dünnwandigen Werkstück kann die Membran auch vier oder sechs Spannbacken haben. Diese sind entweder aus der Membran herausgearbeitet oder aufgeschraubt.

Wird in axialer Richtung Kraft auf die Membran ausgeübt, so biegt sich diese durch. Dabei bewegen sich die Membranspannbacken axial und öffnen gleichzeitig radial. Das Zahnrad wird freigegeben.

Wegen ihres Eigenfederverhaltens kehrt die Membran in ihre Ausgangslage zurück, sobald die Axialkraft verringert oder weggenommen wird. Das Zahnrad wird in radialer und axialer Richtung gespannt.

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Hydraulisches Spannsystem SH

Hydralik-Spannsystem SH 770x432px

Hydraulisches Spannsystem SH

Hydraulische Spannsysteme SH werden bei stark begrenztem Bauraum eingesetzt. Es lassen sich damit auch lange, dünnwandige Werkstücke oder mehrere gleiche Werkstücke spannen.

Dabei handelt es sich um geschlossene Systeme, die mit Hydrauliköl gefüllt sind. Dieses wird mit einem Kolben beaufschlagt. Der sich aufbauende Druck weitet die dünnwandige Dehnzone radial auf und spannt somit das bzw. die Werkstücke.

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Prospekte